Urban Spaceships
freie Arbeit
In dieser Serie, an der ich seit 2013 kontinuierlich arbeite, reinterpretiere ich moderne Architektur, indem ich die Fotografien in einen anderen Kontext stelle. Plötzlich blickt der Betrachter nicht mehr auf ein Gebäude, sondern auf ein Raumschiff, das sich einem fernen blauen Planeten nähert.
Moderne Architektur mit ihren Glasfassaden, geschwungenen Linien, Spiegelungen und monumentalen Strukturen hat mich aus visueller Sicht her schon immer fasziniert. Losgelöst von ihrer ursprünglichen Umgebung und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln gezeigt verwandeln sich Gebäude in Formen offen für Interpretation, die irgendwo zwischen Realität und Fiktion, zwischen Dokumentation und Vorstellungskraft existieren.
Ich möchte hier die Möglichkeiten der Neuinterpretation der fotografischen Realität im Spannungsfeld zwischen menschlicher Wahrnehmung und Kontext erkunden. Fotografie wird oft als ein Medium verstanden, das die Realität abbildet; doch die Bedeutung eines Bildes kann sich durch Bildausschnitt, Komposition, Perspektive und Präsentation vollkommen wandeln. Mein Hauptaugenmerk gilt dabei nicht dem eigentlichen Gebäude an sich, sondern jenen Geschichten die unsere Vorstellungskraft erschafft, wenn vertraute Objekte aus ihrer gewohnten Umgebung herausgelöst und in einem anderen Kontext betrachtet werden.
Die Fotografien laden den Betrachter dazu ein, das Gesehene und das, was er selbst in das Bild hineinprojiziert zu hinterfragen. Handelt es sich um futuristische Maschinen, um Symbole des technologischen Fortschritts oder schlicht um Fragmente des urbanen Raums, die durch die ungewöhnliche Perspektive reinterpretiert werden? Können sie womöglich beides zugleich sein?
Urban Spaceships lotet dieses Spannungsfeld zwischen Wiedererkennen und Fantasie aus und regt zu einer spielerischen Neuinterpretation fotografischer Darstellungen an.


















